Psychische Belastungen angehen - Zwischenbilanz und neue Impulse

Die Foren, Donnerstag, 27. April 2017

A 09:00 – 10:45

A1 Erste Schritte: Erfolgreiche Durchführung nur nach guter Vorbereitung

Wie sollen wir anfangen? Eine gute – auf den Betrieb bzw. Verwaltung zugeschnittene – Vorbereitung ist unabdingbar für eine erfolgreiche Gefährdungsbeurteilung. In diesem Forum sollen Erfahrungen ausgetauscht, Erfolgsfaktoren zusammengetragen und „Neulinge“ ermutigt werden, dieses Thema anzugehen.
Silke Landerer, tbs berlin GmbH

A2 Arbeit 4.0 und Gesundheitsschutz

Die Diskussion um „Arbeit 4.0” nimmt zunehmend an Fahrt auf. Angesichts der zu erwartenden massiven Umbrüche in der Arbeitswelt gibt es aber mehr offene als beantwortete Fragen. In diesem Forum soll diskutiert werden, wo die Chancen und Risiken der neuen Arbeitswelt liegen und wie Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung genutzt werden kann, um die Veränderungsprozesse mitzugestalten.
Kerstin Blass/Dr. Matthias Hoffmann, BEST Saarland

A3 Unfairer Umgang & Mobbing im Betrieb (Teil 1)

Unfaire Attacken am Arbeitsplatz sind eine deutliche psychische Belastung. Um Mobbing und unfairem Umgang „den Nährboden zu entziehen“, müssen die Arbeits- und Umgangsbedingungen positiv und nachhaltig verändert werden. Wo kann man ansetzen, auch im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung? Welche Erfahrungen gibt es zur Mobbing-Prävention?
Karsten Lessing, TBS NRW e. V.

A4 Prüfstand Büro

Bürolandschaften, Open Space, Desksharing, Effizienz, Kommunikationsförderung oder HomeOffice bestimmen die neue Bürokultur. Doch die reale Büroarbeit bleibt von Gesundheitsgefährdungen durch Arbeitsmenge, Lärm, Störungen oder unergonomischer Arbeitsumgebung geprägt. Wir prüfen und besprechen anhand rechtlicher Grundlagen, wie Standards zur Flächen-/Möblierungsplanung, Akustik u.v.m. für konkrete Bürotätigkeiten mit der Gefährdungsbeurteilung umgesetzt werden sowie geregelt und weiterentwickelt werden können.
Wolfgang Jungen-Kalisch, tbs berlin GmbH
Lothar Heil, T-Systems International GmbH, Betriebsrat Frankfurt/Main

A5 Förderliche Arbeitsaufgabe oder psychische Belastung?

Neben arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen zur Gestaltung von Arbeitsaufgaben thematisiert das Forum die Fragen, wie diese Eingang in die Gefährdungsbeurteilung fi nden und wie die Bedarfe und Interessen des Einzelnen dabei berücksichtigt werden können.
Melanie Sandmann, TBS gGmbH Rheinland-Pfalz

A6 Die Gefährdungsbeurteilung als Teil des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM)

Im BGM steht häufi g die Gesundheitsförderung im Mittelpunkt. Die Gefährdungsbeurteilung als zentrales Element wird oft vernachlässigt. Das Forum beleuchtet die systematische und sinnvolle Einbindung der Gefährdungsbeurteilung in ein effektives BGM.
Nina Stock, TBS gGmbH Rheinland-Pfalz

B 11:15 – 13:00

B1 Methoden und Instrumente der Gefährdungsbeurteilung

Schriftlich, durch Beobachtung oder persönliche Gespräche – es gibt eine Vielzahl von Methoden zur Erhebung der psychischen Belastungen. Dieser Workshop stellt die gängigen Methoden der Gefährdungsbeurteilung vor, disku- tiert die Vor- und Nachteile der verschiedenen Ansätze und gibt Hinweise für den Einsatz der Instrumente. Ferner werden Kriterien für die Auswahl von externen Anbietern und Sachverständigen gegeben.
Torsten Felstehausen, BTQ Kassel

B2 Mobile Arbeit: Neue Freiheiten für Beschäftigte oder Erfüllung des Flexibilisierungsanspruch der Arbeitgeber

Die datentechnische Mobilisierung ermöglicht eine hohe Flexibilisierung bei der Wahl des Arbeitsortes und der Arbeitszeit. Die Folge ist eine ständige Verfügbarkeit und Arbeitsfähigkeit, egal wo sich die Beschäftigten befi nden. Die Grenzen zwischen Feierabend oder Urlaub und Arbeit verwischen sich. Dem steht die Vereinbarung von Familie und Beruf positiv gegenüber. Wir diskutieren anhand von Euren betrieblichen Situationen die Möglichkeiten der Mitgestaltung der mobilen Arbeit
Frank Steinwender, TBS NRW e. V.

B3 Mit Führungskräften – Belastungen verringern – Ressourcen fördern

Der Einfluss von Führung auf psychische Gesundheit ist bekannt. Immer höhere Anforderungen verhindern häufig, dass Führungskräfte ihrer Rolle gerecht werden können. Wie lassen sich Ursachen analysieren und Verbesserungen erwirken? Vor allem: Wie können sie in ihren Kompetenzen gestärkt und der Einfluss von Führung positiv genutzt werden?
Stefani Mehring, TBS NRW e. V.

B4 Unfairer Umgang & Mobbing im Betrieb (Teil 2)

Fortsetzung des Forums A3, „Unfairer Umgang & Mobbing im Betrieb“.
Bitte nur zusammen mit dem Forum A3 belegen.
Karsten Lessing, TBS NRW e. V.

B5 Psychische Belastungen der Softwarenutzung angehen!

Die Gebrauchstauglichkeit von Software ist ein Schlüsselfaktor gesundheitsgerechter digitaler Arbeit. Zum Leidwesen vieler Beschäftigten ist Bildschirmarbeit oft von Softwaremängeln geprägt, die hohe psychische Belastungen mit sich bringen. Wir wollen gemeinsam erörtern, welche psychischen Belastungen mit der Softwarenutzung verbunden sind und welche Maßnahmen vereinbart und umgesetzt werden können, sie zu mindern.
Dr. Benno Biewer, tbs berlin GmbH

B6 Die BV/DV zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen – ein starkes Instrument

Die Betriebs- oder Dienstvereinbarung zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen ist ein wichtiges Instrument für die betriebliche Interessenvertretung. Sie legt Prozess und Akteure im Verfahren fest und sichert so eine verbindliche und nachhaltige Umsetzung. Im Workshop sollen anhand eines Gestaltungsrasters der Hans-Böckler-Stiftung wesentliche Eckdaten einer BV/DV erörtert und diskutiert werden.
Eva von Buch, TBS NRW e. V

C 14:00 – 15:45

C1 Wirksamkeitskontrolle: Wie geht das?

Die Maßnahmen sind umgesetzt. Nun muss ihre Wirksamkeit überprüft werden. Welche Methoden gibt es, die dies möglichst unaufwändig und trotzdem aussagekräftig ermöglichen? Das Forum soll Handlungshilfen und Konzepte bereitstellen, damit die Gefährdungsbeurteilung auch in diesem Punkt erfolgreich durchgeführt werden kann.
Silke Landerer, tbs berlin GmbH

C2 Wenn Arbeit „an die Nieren” geht – Umgang mit emotionalen Belastungen im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung

Dieses Forum geht der Frage nach, wie emotionale Belastungen zum Bestandteil der Gefährdungsbeurteilung werden und welche Unterstützungsstrukturen und Bausteine der Belastungsminderung dienen können.
Melanie Sandmann, TBS gGmbH Rheinland-Pfalz

C3 Prüfstand BEM: Mit Teilhabe zur Inklusion (inkl. Bundesteilhabegesetz, falls verabschiedet)

Das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) für langzeiterkrankte Beschäftigte ist eine gesetzliche Präventionspflicht des Arbeitsgebers. Laut BAG-Urteil sind sinnvolle betriebliche und externe Maßnahmen zu verknüpfen (z. B. stufenweise Wiedereingliederung/veränderte Arbeitsaufgaben nach Reha). Auf dem Prüfstand unserer Diskussion steht die Verbesserung der Praxis für Beschäftigte ohne/mit Behinderung oder psychischer Beeinträchtigung.
Wolfgang Jungen-Kalisch, tbs berlin GmbH
Friedmut Dreher (Sozialberatung e.V.; ehem. Integrationsfachdienst Berlin Mitte)

C4 Die erfolgreiche Arbeitsschutzorganisation

Für die erfolgreiche Zusammenarbeit in der Arbeitsschutzorganisation ist die qualifi zierte Zusammenarbeit der Arbeitsschutzakteure eine wichtige Voraussetzung. Damit z. B. die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen zu einer erfolgreichen Intervention wird, sollte die betriebliche Interessenvertretung ihre vielfältigen Möglichkeiten im ASA kennen, um Themen sachgerecht mitzugestalten.
Diana Reiter, TBS NRW e. V.
Martin Pausch, BR Amazon Logistik Werne GmbH

C5 Arbeitsbelastung der Interessenvertretung / Umgang mit Belastung im eigenen Gremium

Die Interessensvertretung hat in vielen Bereichen umfängliche Mitbestimmungsrechte. Insbesondere in Betrieben und Dienststellen ohne freigestellte Personal-/Betriebsräte gibt es allerdings bei den Interessensvertretungen deutliche Anzeichen der Überforderung. Dies bezieht sich sowohl auf die Komplexität als auch auf die zeitliche Belastung, die eine fachgerechte Themenbearbeitung erfordert. In diesem Forum soll am Beispiel der Mitbestimmung bei der „Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung“ diskutiert werden, ob und wie sich dieser Prozess ggf. verkürzen lässt.
Kerstin Blass, BEST Saarland

C6 Gesundheitsorientiere Arbeitszeitgestaltung – eine Illusion?

Vor dem Hintergrund veränderter Arbeitswelten und Arbeit 4.0 wird das Thema Arbeitszeit verstärkt diskutiert und aus betrieblicher Sicht Flexibilisierung gefordert. Hier liegen sowohl Risiken als auch Chancen für Beschäftigte. Lässt sich die Debatte nutzen, um gesundheitsorientierte Arbeitszeiten zu gestalten? Ist gesundheitsorientierte Arbeitszeitgestaltung möglich oder ist das nur eine Illusion?
Stefani Mehring, TBS NRW e. V.

A1 Erste Schritte: Erfolgreiche Durchführung nur nach guter Vorbereitung
Wie sollen wir anfangen? Eine gute – auf den Betrieb bzw. Verwaltung zugeschnittene – Vorbereitung ist unabding-
bar für eine erfolgreiche Gefährdungsbeurteilung. In diesem Forum sollen Erfahrungen ausgetauscht, Erfolgsfaktoren
zusammengetragen und „Neulinge“ ermutigt werden, dieses Thema anzugehen. Silke Landerer, tbs berlin GmbH
A2 Arbeit 4.0 und Gesundheitsschutz
Die Diskussion um „Arbeit 4.0” nimmt zunehmend an Fahrt auf. Angesichts der zu erwartenden massiven Umbrüche
in der Arbeitswelt gibt es aber mehr offene als beantwortete Fragen. In diesem Forum soll diskutiert werden, wo die
Chancen und Risiken der neuen Arbeitswelt liegen und wie Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung genutzt
werden kann, um die Veränderungsprozesse mitzugestalten. Kerstin Blass/Dr. Matthias Hoffmann, BEST Saarland
A3 Unfairer Umgang & Mobbing im Betrieb (Teil 1)
Unfaire Attacken am Arbeitsplatz sind eine deutliche psychische Belastung. Um Mobbing und unfairem Umgang
„den Nährboden zu entziehen“, müssen die Arbeits- und Umgangsbedingungen positiv und nachhaltig verändert
werden. Wo kann man ansetzen, auch im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung? Welche Erfahrungen gibt es zur
Mobbing-Prävention? Karsten Lessing, TBS NRW e. V.
A4 Prüfstand Büro
Bürolandschaften, Open Space, Desksharing, Effi zienz, Kommunikationsförderung oder Home-Offi ce bestimmen
die neue Bürokultur. Doch die reale Büroarbeit bleibt von Gesundheitsgefährdungen durch Arbeitsmenge, Lärm,
Störungen oder unergonomischer Arbeitsumgebung geprägt. Wir prüfen und besprechen anhand rechtlicher Grund-
lagen, wie Standards zur Flächen-/Möblierungsplanung, Akustik u.v.m. für konkrete Bürotätigkeiten mit der Gefähr-
dungsbeurteilung umgesetzt werden sowie geregelt und weiterentwickelt werden können.
Wolfgang Jungen-Kalisch, tbs berlin GmbH; Betriebsrat NN (IT-/Dienstleistungsunternehmen)
A5 Förderliche Arbeitsaufgabe oder psychische Belastung?
Neben arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen zur Gestaltung von Arbeitsaufgaben thematisiert das Forum die
Fragen, wie diese Eingang in die Gefährdungsbeurteilung fi nden und wie die Bedarfe und Interessen des Einzelnen
dabei berücksichtigt werden können. Melanie Sandmann, TBS gGmbH Rheinland-Pfalz
A6 Die Gefährdungsbeurteilung als Teil des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM)
Im BGM steht häufi g die Gesundheitsförderung im Mittelpunkt. Die Gefährdungsbeurteilung als zentrales Element
wird oft vernachlässigt. Das Forum beleuchtet die systematische und sinnvolle Einbindung der Gefährdungsbeurtei-
lung in ein effektives BGM. Nina Stock, TBS gGmbH Rheinland-Pfalz