Psychische Gesundheit in veränderten Arbeitswelten

Die Foren - Details

A Mittwoch 16:15-18:00 Uhr

A1 Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung für Einsteiger

Karsten Lessing, TBS NRW, Holger Zwick, GBR-Vorsitzender (Lear Corporation)
Aller Anfang ist schwer! Das gilt auch für die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung, speziell wenn es um die psychischen Belastungen geht. Wir wollen einen Überblick geben über Anforderungen und Methoden, wie man sinnvollerweise starten kann, was beachtet werden sollte und welche Faktoren zum Erfolg führen.

A2 Blinde Flecken in der Gefährdungsbeurteilung

Stefani Mehring, Frank Steinwender, TBS NRW
Laut § 5 Arbeitsschutzgesetz sind alle Gefährdungen, denen Beschäftigte im Betrieb unterliegen, zu beurteilen. Tatsächlich bleiben viele Themen in den Gefährdungsbeurteilungen un ter repräsentiert. Dazu gehören u.a. die mobile Arbeit und die Arbeitszeitgestaltung. Wie lassen sich diese in die Gefährdungsbeurteilung einbinden?

A3 Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)

Sven Hinrichs, BTQ Niedersachsen, Kerstin Blass, BEST Saarland
Die Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes erfolgt in der Regel mit Hilfe eines betrieblichen Gesundheitsmanagements.
Gemeinsam diskutieren wir die Rollen der Akteure. Welche aktuellen (gesetzlichen) Rechte und
Pflichten existieren? Wie kann ein betriebliches Gesundheitsmanagement die Herausforderungen veränderter Arbeitswelten
begleiten?

A4 Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

Wolfgang Jungen-Kalisch, tbs berlin, Nina Stock, TBS Rheinland-Pfalz, Friedmut Dreher, Sozialberatung e.V., ehem. Integrationsfachdienst, Berlin Mitte
Neue Anforderungen an das BEM nach dem 2018 reformierten SGB IX im Überblick. Beispiele und Diskussion für
bessere Information, Bedarfsermittlung und die Umsetzung von Maßnahmen inklusive gesetzlicher Teilhabeleistungen
wie z.B. Reha, Qualifizierung für die Betroffenen.

B Donnerstag 11:00 – 13:00

B1 Grundlagen des Arbeitsschutzgesetzes und der Mitbestimmung

Torsten Felstehausen, BTQ Kassel, Stefanie Kirschner, Juristin Berlin
Guter Arbeitsschutz geht nur mit den Interessenvertretungen zusammen. Das Arbeitsschutzgesetz ist dafür Basis und Ausgangspunkt. Die Mitbestimmungsrechte weisen den Betriebs- und Personalräten wichtige Aufgaben im Arbeitsschutz zu. Welche Rechte haben die Interessenvertretungen konkret und wie hat sich die aktuelle Rechtsprechung zum Arbeitsschutz entwickelt?

B2 Mobile Arbeit: Neue Freiheiten für Beschäftigte oder Erfüllung des Flexibilisierungsanspruch der Arbeitgeber

E-Government und Auswirkungen auf die Gesundheit der Beschäftigten
Katja Köhler, TBS NRW, Sven Hinrichs, BTQ Niedersachsen
Die Digitalisierung der Verwaltung ist nicht einfach nur eine IT-Einführung, sondern es verändert sich die gesamte Aufbau- und Ablauforganisation. Dies hat unterschiedliche Auswirkungen auf die Gesundheit der Beschäftigten. Beteiligungsmöglichkeiten des Betriebs-/Personalrats und mögliche Bestandteile eines strategischen Handlungsplans sind weitere Diskussionsthemen dieses Forums.

B3 Selbstgesteuerte Arbeit und Arbeitszeit und deren Auswirkungen auf die Gesundheit

Stefani Mehring, TBS NRW
Viele Beschäftigte haben heute die Möglichkeit, mit Smartphone, Tablet und Notebook jederzeit und überall zu arbeiten. Mit dem kurzen abendlichen Blick auf aktuelle E-Mails und Co. verschwimmen die Grenzen zwischen Privatleben und Arbeit. Den Vorteilen der selbstgesteuerten Gestaltung der Arbeit und Arbeitszeit stehen Nachteile wie Überforderung und interessierte Selbstgefährdung gegenüber.

B4 Software gebrauchstauglich machen

Dr. Benno Biewer, tbs berlin, Frank Steinwender, TBS NRW
Software ist das zentrale Arbeitsmittel in Betrieben und Dienststellen und damit auch wesentlicher Belastungsfaktor. Die Erfüllung gesetzlicher und ergonomischer Anforderungen und die Umsetzung konkreter Gestaltungsmöglichkeiten und neuer Arbeitskulturen sind gefragt.

B5 Vereinbarkeit von Beruf und Pflege (für Beschäftigte, die Angehörige pflegen)

Wolfgang Jungen-Kalisch, tbs berlin, Michaela Stevens, Stiftung Pflegebrücke, Hamburg
Der Vereinbarkeitsbedarf wächst. Wie können Pflegezeit- und Familienpflegezeitgesetz, Tarifverträge, betriebliche und externe Hilfsangebote den betroffenen Beschäftigten helfen? Was hat der Betrieb/die Dienststelle davon? Welche Regelungen haben sich bewährt?

C Donnerstag 14:00 – 16:00

C1 Eckpunkte einer Betriebs-/Dienstvereinbarung zur Gefährdungsbeurteilung

Kerstin Blass, Dr. Matthias Hoffmann, BEST Saarland
Welche gesetzlichen Rahmenbedingungen und formalen Anforderungen sind zu beachten? Was sind sinnvolle Bausteine einer Betriebs- bzw. Dienstvereinbarung?

C2 Führen auf Distanz – indirekte Steuerung

Nina Stock, TBS Rheinland-Pfalz, Sven Hinrichs, BTQ Niedersachsen
Mobilität und Flexibilität von Arbeitszeit und Arbeitsort stehen häufig in Zusammenhang mit „indirekter Steuerung“. Dieses Thema gewinnt gerade an Bedeutung. Vor welchen besonderen Herausforderungen sind Führungskräfte wie Mitarbeitende im Zusammenhang mit „indirekter Führung“ gestellt? Wir identifizieren Herausforderungen, die mit „indirekter Steuerung“ verbunden sein können und diskutieren gemeinsam bewährte Lösungsansätze.

C3 Von den Analyseergebnissen zu wirkungsvollen Maßnahmen

Silke Landerer, tbs berlin, Steffen Himmel, DGB Bundesvorstand
Wie betriebliche Akteure zu konkreten und pragmatischen Maßnahmen kommen können - und wie die Umsetzung gelingen kann. Anregungen und Beispiele aus unserer Beratungspraxis.

C4 Gesundheitsnavigator 4.0

Frank Steinwender, Karsten Lessing, TBS NRW
Digitalisierung, Arbeit 4.0 und der Arbeitsschutz? Wir wollen an einem Gesundheitsnavigator Digitalisierung arbeiten. Welche möglichen gesundheitlichen Belastungen gibt oder wird es im Rahmen von Digitalisierung geben und wie können Interessenvertretungen den Arbeitsschutz begleitend gestalten?

C5 Gesundheit: Bei uns kein Thema bei der Arbeit

Dennis Wernstedt, Arbeitnehmerkammer Bremen, Stefani Mehring, TBS NRW
Alle kennen sie, alle brauchen sie. Und trotzdem stehen wir häufig vor dem Problem, sie bei der Arbeit und manchmal auch vor der Arbeit zu schützen: unsere Gesundheit. Wir wollen Möglichkeiten aufzeigen und mit euch diskutieren, Beschäftigte wie Führungskräfte für das Thema Gesunderhaltung bei der Arbeit zu sensibilisieren.

A1 Erste Schritte: Erfolgreiche Durchführung nur nach guter Vorbereitung
Wie sollen wir anfangen? Eine gute – auf den Betrieb bzw. Verwaltung zugeschnittene – Vorbereitung ist unabding-
bar für eine erfolgreiche Gefährdungsbeurteilung. In diesem Forum sollen Erfahrungen ausgetauscht, Erfolgsfaktoren
zusammengetragen und „Neulinge“ ermutigt werden, dieses Thema anzugehen. Silke Landerer, tbs berlin GmbH
A2 Arbeit 4.0 und Gesundheitsschutz
Die Diskussion um „Arbeit 4.0” nimmt zunehmend an Fahrt auf. Angesichts der zu erwartenden massiven Umbrüche
in der Arbeitswelt gibt es aber mehr offene als beantwortete Fragen. In diesem Forum soll diskutiert werden, wo die
Chancen und Risiken der neuen Arbeitswelt liegen und wie Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung genutzt
werden kann, um die Veränderungsprozesse mitzugestalten. Kerstin Blass/Dr. Matthias Hoffmann, BEST Saarland
A3 Unfairer Umgang & Mobbing im Betrieb (Teil 1)
Unfaire Attacken am Arbeitsplatz sind eine deutliche psychische Belastung. Um Mobbing und unfairem Umgang
„den Nährboden zu entziehen“, müssen die Arbeits- und Umgangsbedingungen positiv und nachhaltig verändert
werden. Wo kann man ansetzen, auch im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung? Welche Erfahrungen gibt es zur
Mobbing-Prävention? Karsten Lessing, TBS NRW e. V.
A4 Prüfstand Büro
Bürolandschaften, Open Space, Desksharing, Effi zienz, Kommunikationsförderung oder Home-Offi ce bestimmen
die neue Bürokultur. Doch die reale Büroarbeit bleibt von Gesundheitsgefährdungen durch Arbeitsmenge, Lärm,
Störungen oder unergonomischer Arbeitsumgebung geprägt. Wir prüfen und besprechen anhand rechtlicher Grund-
lagen, wie Standards zur Flächen-/Möblierungsplanung, Akustik u.v.m. für konkrete Bürotätigkeiten mit der Gefähr-
dungsbeurteilung umgesetzt werden sowie geregelt und weiterentwickelt werden können.
Wolfgang Jungen-Kalisch, tbs berlin GmbH; Betriebsrat NN (IT-/Dienstleistungsunternehmen)
A5 Förderliche Arbeitsaufgabe oder psychische Belastung?
Neben arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen zur Gestaltung von Arbeitsaufgaben thematisiert das Forum die
Fragen, wie diese Eingang in die Gefährdungsbeurteilung fi nden und wie die Bedarfe und Interessen des Einzelnen
dabei berücksichtigt werden können. Melanie Sandmann, TBS gGmbH Rheinland-Pfalz
A6 Die Gefährdungsbeurteilung als Teil des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM)
Im BGM steht häufi g die Gesundheitsförderung im Mittelpunkt. Die Gefährdungsbeurteilung als zentrales Element
wird oft vernachlässigt. Das Forum beleuchtet die systematische und sinnvolle Einbindung der Gefährdungsbeurtei-
lung in ein effektives BGM. Nina Stock, TBS gGmbH Rheinland-Pfalz